Den Silbernen Bären als Bester Regisseur erhielt P. T. Anderson auf der Berlinale (auch die Filmmusik wurde mit einem Bären ausgezeichnet), vor ca. 10 Tagen. Seitdem hörte man nicht mehr auf von "There Will Be Blood" zu lesen oder zu hören. Seit Donnerstag ist er auch im Kino zu sehen. Spätestens seit Magnolia gehören P. T. Anderson-Filme in Regale von DVD-Sammlern, wie die Milch in den täglichen Morgenkaffee.Daniel Day-Lewis erhielt nun einen Oscar als Bester männlicher Hauptdarsteller für die Rolle des Daniel Plainview in "There Will Be Blood". Sein lautloses mit der Unterlippe zucken, seine Wutausbrüche, sein Alkoholmissbrauch, sein Enthusiasmus und die Liebe zu seinem Ziehsohn HW, in 2 Stunden und 40 Minuten glaubwürdig dargestellt in einer sich historisch treu bleibenden Geschichte aus der Feder Andersons. Frauen spielen keine Rolle. In diesem Film geht es nur um Öl, um Grundstücke, um Glaube, Geld und große Einsamkeit.

